Mit Pfeil und Bogen

Diese Randsportart wird immer noch gepflegt. Dabei ist das Spannen des Bogens kraftaufwendend und die Bewegung muss intensiv eingeübt werden, um erfolgreich zu sein.

Vor Kurzem hatte ich Gelegenheit, mich darin zu erproben. Rasch stellte ich fest, dass meine Muskeln nicht kräftig genug sind, um nach dem Spannen der Sehne noch lange zielen zu können. Also stellte ich mir erst die Bewegung des Spannens, Zielens und Loslassens vor und wie der Pfeil den gelben Punkt in der Mitte erreicht. Danach führte ich es aus und das Resultat war deutlich besser als vorher.

Dies kann ich gleich ins Leben übertragen. Auch da ist es besser zu wissen, wo man hinwill, bevor man lossprintet.

Es war ein spannender Besuch beim Verein der Bogenschützen. Beim Hinausgehen sah ich, dass die Schützinnen wieder mit den Bogen hantierten und ging nochmals zurück. Sie lösten die Sehnen bei den Bogen, um diese wieder zu entspannen. Nur wenn sie entspannt gelagert werden, behalten sie ihre Kraft und sind sie beim nächsten Training oder Turnier wieder zum Schiessen bereit.

Was für die Bogen gilt, gilt auch für uns. Wenn wir ständig angespannt sind, sind wir auf Dauer auch nicht mehr einsatzfähig. So hätte ich beinahe das Wichtigste verpasst!

Ein Beitrag von:

Franziska Widmer

Seelsorgerin i.A.

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